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Geschichtlicher
Background
Die Vorfahren des Apfels stammen aus Westasien. Im Kaukasus,
das ist ein gebirgiges Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zwischen dem Schwarzen
und dem Kaspischen Meer, stehen bis heute wilde Apfelwälder, in denen
der Holzapfel und der Zwergapfel wachsen. Beides sind Wildapfelsorten, von
denen unser heutiger Apfel ursprünglich abstammt.
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Der Anbau von Äpfeln hat eine lange Geschichte. Schon
1450 v. Chr. wurden Obstgehölze im Orient und in Ägypten kultiviert.
In Persien wurden ganze Landstraßen mit Obstbäumen bepflanzt - und
es gab bereits Schulungen in Obstanbau. Der berühmte Feldherr der Antike,
Alexander der Große, der mit den Griechen gegen Persien kämpfte,
brachte von seinen Feldzügen verschiedene Obstarten mit. Darunter auch
den Apfel. Von Griechenland gelangte der Apfel (und auch andere Obstarten)
nach Italien. |
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Die Römer wiederum nahmen das
schmackhafte Obst mit auf ihre Feldzüge nach Frankreich und nach Deutschland.
Somit waren auch bei uns bald die ersten Apfelbäume zu finden. Aus dem
sündigen Apfel, wie es in der christlichen Religion berichtet wird, entstand
nach und nach der Apfel als Symbol der Macht. Kaiser und Könige hielten
neben dem goldenen Zepter, einen vergoldeten "Reichsapfel" als Symbol
für die Weltkugel in der Hand. Ein goldener Apfel hat sich bis heute erhalten.
Auf der Spitze des Stephansdomes. |
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Es gibt auf der ganzen Welt mehr als 30 000 Apfelsorten. Die
meisten dieser Sorten sind durch Vermischung verschiedener Sorten gezüchtet
worden.
80% des österreichischen Apfelanbaues
kommen aus der Steiermark. Ideales Klima und der richtige
Boden bieten dem steirischen Apfel optimale Vorraussetzungen
für sein hervorragendes Aroma und seine Qualität.
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Der
Kraft und Gesundheitsspender
Der Apfel ist nicht nur schmackhaft, er ist auch ausgesprochen
gesund. Ein mittelgroßer Apfel enthält ca. 50 kcal (210 KJ). Sein
Wassergehalt von 85% in Kombination mit 12% Kohlenhydratanteil machen ihn zum
raschen Durstlöscher
und Energieträger in einem. Als Zwischendurch- oder Pausenmahlzeit ist
der Apfel immer erste Wahl.
Wasser
Eiweiß
Fett
Kohlenhydrate
Rohfaser
Kalium |
85,3 g
0,3 g
0,4 g
12,6 g
1,0 g
137,0 mg |
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Magnesium
Calcium
Eisen
Phosphor
Vitamin C
KJ/Kcal |
2,8 mg
8,0 mg
0,35 mg
11,0 mg
12,0 mg
280/55 |
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Die wichtigsten Apfelsorten
stellen sich vor:
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| Idared:
Ich bin der Rote (red) und komme ursprünglich aus Idaho
in den USA. Man nennt mich deshalb auch Idared. Ich bin der Liebling aller
Diabetiker, denn mein Zuckergehalt ist äußerst gering. Bei Köchen
bin ich auf Grund meines weißen, saftigen Fruchtfleisches gerne zu Gast.
Ich bin rot, gleichmäßig groß und rundlich. Durch mein fein
säuerliches Aroma werde ich auch oft als Gustostückerl bezeichnet. |
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Golden
Delicious:
Grüß Gott, ich bin der Golden
Delicious. Mich kennt eigentlich eh jeder. Aber ich
möchte mich trotzdem kurz vorstellen. Ich bin einer
der bekanntesten Äpfel weit und breit. Meine Vorfahren
stammen aus Westvirginia, USA. Ich bin mittelgroß
bis groß. Mein Fruchtfleisch ist gelblich und
mein Geschmack süßlich bis fein säuerlich.
Wer mich nimmt, hat im wahrsten Sinne des Wortes eine
goldrichtige Wahl getroffen.
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| Gala:
Darf ich mich vorstellen, mein Name ist
Gala. Ursprünglich komme ich, gleich wie meine
Freundin, die Kiwi ... richtig geraten, aus Neuseeland.
Mich gibt es von klein bis mittelgroß - von kugelig
bis hochgebaut.
Auf Grund meines süß-fruchtigen Geschmacks zähle ich zu den
beliebtesten Apfelsorten der ÖsterreicherInnen. Auch als Kinderapfel werde
ich begehrt. Speziell in der Steiermark werde ich in verschiedenen Variationen
gezüchtet und vermarktet - „Gala Imperial, „Royal Gala“ oder „Gala
Galaxy".
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Jonagold:
Gestatten: Jonagold. Meine Eltern kennen sie bereits. Jonathan
und Golden Delicious! Trotzdem bin ich aber eine eigene Apfelpersönlichkeit.
Unter meiner roten Schale steckt ein gelblich saftiges Fruchtfleisch. Durch
mein vorzügliches Aroma und meinen fein süß-säuerlichen
Geschmack bin ich quasi in fast jedem österreichischen Haushalt zu finden. |
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| Elstar:
Aus dem hohen Norden komm ich her, ...
leider - ich bin nicht der Weihnachtsmann, mein Name
ist Elstar, ... nein, nicht der Vogel, sondern der Apfel.
Mich zeichnet aus, dass unter meiner Schale besonders
viele Vitamine sitzen, vor allem der Anteil von Vitamin
C ist besonders hoch. Mich gibt's von Anfang September
bis Ende März. Also, Elstar juche, Grippe ade.
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Arlet:
Grüzi, ich bin der Arlet und komme
ursprünglich aus der Schwiz. Ich bin sozusagen
das Baby unter den Äpfeln. Ich wurde erst 1984
für den Handel freigegeben. Aber trotzdem bin ich
schon ein kleines Kraftpaket. Ich schlage die Muntermacher
wie z. B. Kaffee, Schokolade oder Energydrinks um Längen.
Außerdem schmecke ich noch hervorragend und bin
obendrein auch noch gesund.
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| Fuji:
Ich bin der Fuji und bin ein Japanel.
In Eulopa bin ich nicht sehl bekannt. Ich bin mittelgloß
bis gloß und sehl saftig. Mein süß-säuellicher
Geschmack elinnelt an ein Kompott. Mich isst man am
besten loh, aber auch in Salaten bin ich empfehlenswelt.
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Granny
Smith:
Mein Name ist Granny, Granny Smith. Ich
bin der Evergreen unter den Äpfeln und wurde 1850
in Australien zum ersten Mal gezüchtet. Ich schmecke
sehr säuerlich und bin daher ein hervorragender
Durstlöscher. Aber auch ein bewehrter Rohköstler,
den man zwischendurch knackt. Meine grüne Schale
ist fest und glänzend, mein Fruchtfleisch weiß
bis blass gelbgrün. Mich gibts von Mitte Oktober
bis Ende April.
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| Braeburn:
Mein Name ist Braeburn, ich bin eine relativ junge Apfelsorte.
Die Grundfarbe meiner Schale ist gelblich-grün, geziert durch rötliche
Streifen. Ich bin fest und knackig und erfrische durch meine Saftigkeit. Durch
meinen Duft nach grünen Blättern und geschnittenen Kräutern
bin ich Genuss pur, deshalb sollte man mich auch so genießen. Anderenfalls
passe ich in frische Salate, oder auch auf einen Apfelkuchen. |
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Boskoop:
Halli, hallo ich bin der Boskoop, ich
bin ein ausgesprochener Winterapfel, denn mich gibts
von Anfang Oktober bis Mitte Februar. Ich wurde 1856
im gleichnamigen niederländischen Ort entdeckt.
Die Franzosen nennen mich „"La Belle de Boskoop"
– Die Schöne aus Boskoop“, weil ich
meine matte, grüne und rotbraune Färbung beim
ersten Hinsehen nicht unmittelbar offenbare. Mein Geschmack
ist aromatisch-säuerlich und mein weißes
Fruchtfleisch saftig und fester mürber Konsistenz.
Ich fühle mich in der warmen Küche zu Hause:
im gedeckten Apfelkuchen und als Bratapfel.
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| Kronprinz:
Ein herzliches Grüß Gott. Mein Name ist Kronprinz
Rudolf. Ich wurde das erste Mal auf der Wiener Weltausstellung 1873 von meinem
Züchter, Herrn Johann Klöckner, einem Rauchfangkehrermeister aus
Gleisdorf (wohnte i.d. heutigen Bürgergasse) vorgestellt. Ich bin sozusagen
ein waschechter Steirer. Meinen Namen erhielt ich zu Ehren des österreichischen
Thronfolgers „Kronprinz Rudolf“. Ich bin ein äußerst
charismatischer und würziger Typ. |
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Rubinette:
Ich bin die Rubinette und komme ursprünglich aus der
Schweiz. Durch meine kleine Größe und meinen süß-säuerlichen
Geschmack erfreue ich mich besonderer Beliebtheit bei Kindern - Kinderapfel
ist sozusagen mein zweiter Name. Vorsicht Diabetiker – hoher Zuckergehalt
(16 %). |
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